RDF und semantisches Web – Mikroformat mit Zukunft

Inhalte verbinden – Mittels RDF Metadaten

RDFA wird als Markup oder Metasprache das Web 2.0 einen beträchtlichen Schritt weitergebringen. Viele sprechen in diesem Zusammenhang vom Web 3.0 oder vom Semantic Web. Doch der Reihe nach: Was ist RDFA? Was ist gemeint mit Semantic Web?  Wieso sollten Webseiten RDFA unterstüzten? Sicher ist, semantische Technologien und semantische Web tools werden die Zukunft der Websuche und Suchmaschinenausrichtung entscheidend mitverändern. Google, Yahoo und Facebook nutzen und empfehlen RDF.

RDFA -  eine Web 3.0 Lösung, die’s in sich hat!

Im Jahr 2010 ist der weltweite Anteil an Webseiten, die RDFa benutzten um 510% gestiegen (Quelle: Peter Mika). Grund genug, diesem Mikroformat einen Blogpost zu widmen.

RDF steht für Resource Description Framework und ist ein Mikroformat. RDFa ist der nachfolger von eRDF und nur eine Version dieser Metasprache bzw. Mikroformats. Es unterstützt Suchmaschinen bei der Interpretation der Webseiteninhalte. Mittels RDFa Annotationen können Daten strukturiert werden. Das heisst, Daten und Inhalte, die zuvor für Maschinen nicht interpretierbar waren, werden dem Suchmaschinenroboter verständlich gemacht. RDFa verwendet vorhandenen Code (XHTML oder PHP) und ermöglicht seitenspezifische Ergänzungen, um Inhalte gezielt zu verbinden. Zum Beispiel: Mittels RDF weiss der Suchroboter sofort, dass Bundesrat etwas mit der Schweizer Regierung zu tun hat. Gemeint sein könnte ja auch der  Bundesrat in Deutschland. Somit werden Suchresultate relevanter und nützlicher für den User.

Facebook und Flickr benutzen RDFa

Facebook hat kürzlich eröffnet, dass RDFa benutzt werde, um Nutzern das Verbinden Ihrer Webseite mit Facebook zu vereinfachen. Das Prinzip heisst Facebook Open Graph. Mit dem “Like”-Button können alle Seiten, die ein User gut findet mit anderen Facebook Usern geteilt werden. Sobald ein User auf einer Seite den Like-Button klickt, wird ein News-Feed Eintrag bei seinen Freunden angezeigt:

Dieser Open Graph wird nun dahingehend von Facebook verändert, dass nicht nur RDF Daten von User-Seiten gesammelt werden, sondern dass Firmen, die Facebook als Plattform nutzen, Ihre Seite als “Facebook Graph Objekt” einbinden können. Einfaches Beispiel: “The Rock” wird mittels RDF vom Seiteninhaber so beschrieben, dass mit  “The Rock” nicht mehr der Wrestler/Schauspieler gemeint ist, sondern eindeutig der gleichnamige Spielfilm.

Flickr und RDF

Bei Flickr wurde schon sehr früh RDF als Standard verwendet, um die von Usern hochgeladenen Bilder zu markieren, beschreibuen und kategorisieren. Da die Google Bildersuche immer wichtiger wird, werden Bilder, die mit RDF beschrieben werden, auch besser bewertet. Aus einem simplen Grund: Google weiss, was auf dem Bild zusehen ist, weil mittels RDF die nötigen Informationen für den Suchroboter lesbar gemacht werden. Ohne RDF läuft die Bildbeschreibung vorwiegend über die Meta-Tags “Alt-Tag” und “Image Description”. Mit diesen Tags kann man allerdings nicht so exakt wie mit RDF beschreiben, auf welche Suchbegriffe das Bild am meisten zutrifft.

Benutzen Sie bereits RDF? Welche Erfahrungen haben Sie mit RDF gemacht? – Ich freue mich auf Ihr Feedback.

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